Ostersonntag 2018

Ostern erinnert an ein unwahrscheinliches Ereignis. Ein junger Mann, der hingerichtet worden war, soll wieder leben. So sagen es Frauen, die nach der Sabbatruhe am ersten Wochentag nach dem Grab schauen. Diese Mitteilung erzeugt nur Skepsis. Jesus war mit seiner Mission nicht nur gescheitert, seine Anhänger sahen in dem Tod auch bestätigt, was die Ankläger gegen Jesus vorbrachten – er ist garnicht der von Gott gesandte Messias, Gott steht nicht hinter ihm. Seine Gegner hatten ihn so am Kreuz verhöhnt.

Jetzt hat Gott doch Gefallen an ihm, er lebt. Aber es ist doch anders als erwartet: Dass Gott einen Toten zum Leben erweckt, ohne daß er wieder in die Zeit zurückkehrt, das konnten sich nur wenige vorstellen. Jesus ist nicht in die Geschichte zurückgekehrt, mit seinem letzten Wort am Kreuz „Es ist vollbracht. Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist;“ war seine historische Existenz abgeschlossen. Am Ende unseres Lebens können wir nichts anderes sagen und hoffen, daß Gott uns ebenfalls nicht im Tod läßt, sondern uns auferweckt zu einem neuen Lebens. Ostern bedeutet daher nicht, daß das Leben in dieser Welt ewig dauert, sondern versetzt uns in eine neue Gegenwart, die nicht mehr der Zeit unterliegt. Jesus ist in eine neue Existenz getreten.

Quelle: kath.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.